Aufruf zum europaweiten Aktionstag gegen den Krieg

Das Abstimmungsergebnis

               Abstimmungsergebnis zum Antrag
    "Aufruf zum europaweiten Aktionstag gegen den Krieg"

Abgegebene Stimmen: 50
Gueltige Stimmen:   48
Ungueltige Stimmen:  2 (doppelte Stimmabgaben)

Mit JA haben gestimmt:         11
Mit NEIN haben gestimmt:       33
Mit ENTHALTUNG haben gestimmt:  4

Damit ist der Antrag abgelehnt.

Der Antrag

Antragsteller: Jorge Santillan <V0V@santillan.de>

Der VOV beschliesst:

15.02.2003: Europa gegen den Krieg: Aufruf zum europaweiten Aktionstag am 
15. Februar 2003 gegen den Krieg

   No War on Iraq!

NEIN zum Krieg gegen den Irak

Die US-Regierung hält an ihren Plänen für einen groß angelegten 
Angriffskrieg gegen den Irak fest. Die Bundesregierung hat versprochen, 
sich nicht an diesem Krieg zu beteiligen. Die aktuellen Erklärungen und 
Handlungen lassen hingegen Zweifel daran aufkommen.

Wir sagen NEIN zu diesem Krieg!

Ein neuer Golfkrieg bringt der irakischen Bevölkerung, die unter dem 
Embargo bittere Not und Hunger leidet und durch das diktatorische Regime 
Saddam Husseins unterdrückt wird, noch mehr Elend, weitere Tausende Tote 
und die Zerstörung von Städten und Infrastruktur. Wir erklären uns 
solidarisch mit den Menschen im Irak und unterstützen sie in ihrem 
Widerstand gegen Krieg und Diktatur.

Der Krieg bedeutet einen weiteren Schritt zur Globalisierung der 
militärischen Gewalt und verschärft den permanenten Kriegszustand auf 
unserem Planeten. Er stellt einen Angriff der US- Regierung auf das 
Völkerrecht dar und besiegelt die neue aggressive US-Strategie des 
"Präventivkrieges".

Ganz offensichtlich geht es den Regierungen der USA und Großbritanniens 
dabei nicht um Menschenrechte und Demokratie, nicht primär um den Kampf 
gegen den internationalen Terrorismus oder um angebliche irakische 
Massenvernichtungswaffen, sondern um politische und wirtschaftliche 
Interessen in einer der ölreichsten Regionen der Erde.

Nur wenn jetzt der politische Druck auf die US-Regierung und ihre 
Verbündeten steigt, kann der Krieg gestoppt werden! Deshalb hat das 
Europäische Sozialforum in Florenz für den 15. Februar 2003 zu einem 
Aktionstag gegen den Krieg aufgerufen, bei dem europaweit Millionen von 
Menschen demonstrieren werden.

Wir fordern von der Bundesregierung alle politischen Mittel zu nutzen, um 
sich dem Krieg entgegen zu stellen.

Wir sind uns bewusst, dass es sich hierbei um eine schwierige politische 
Mission handelt, denn einerseits moechte niemand die
Freundschaft zur USA in Frage stellen, andererseits herrscht in Deutschland 
eine tiefe Abneigung gegen jede Art von Praeventivkrieg.
Wir anerkennen die Bemühungen der Bundesregierung, alles in ihrer Macht 
stehende zu tun, einen Krieg zu verhindern. Sie hat unsere uneingeschränkte 
Solidarität für eine solche Politik in dieser und jeder sich künftig 
international stellenden vergleichbaren Situation.

Wir fordern sie auf, ihrer Ablehnung des Krieges nun auch Taten folgen zu 
lassen und die Fuchs-Spürpanzer aus Kuwait sowie die Marineeinheiten aus 
der Golfregion abzuziehen und den beteiligten Armeen Überflugrechte und 
Infrastruktur für den Krieg zu verweigern. Jegliche Unterstützung (z.B. 
AWACS) eines solchen Angriffskriegs verstößt gegen deutsches und 
internationales Recht.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes auf:

Beteiligen Sie sich an den vielfältigen Aktionen überall im Land gegen den 
Krieg!


Wir rufen auf:

Kommen Sie m 15. Februar zur bundesweiten Demonstration ach Berlin!


Weiter wird der VOV-Vorstand beauftragt:

- Der VOV-Vorstand gibt diesen Aufruf als Presseerklärung des VOV heraus 
und verteilt ihn über seinen Presseverteiler

- Der VOV meldet sich als offizieller Unterstützer der Kundgebung und des 
europaweiten Aktionstags in Berlin beim Koordinierungsausschuss der 
Friedensbewegung für die Organisation des Aktionstags in Berlin an.