Presseerklärung des Virtuellen Ortsvereins der SPD vom 15.02.2000

Internetkompetenz in die Schulen

Berlin. In den Schulen besteht ein dringender Bedarf nach mehr Internetkompetenz. Nach Meinung des Virtuellen Ortsvereins der SPD (VOV) muß sich die Politik mit diesem Thema befassen und eine Lösungskonzept erarbeiten. "Hier müssen Scheuklappen abgenommen werden, wir brauchen mehr Internetkompetenz in den Bildungsstätten der nächsten Generation dieses Landes", so Arne Brand, der Pressesprecher des VOV.

Gerade in der heutigen Zeit muß die Schule den anvertrauten Schüler mehr denn je auf das Berufsleben vorbereiten. Da kann es nach Meinung der Internet-Spezialisten der SPD nicht angehen, wenn die Hard- und Software in den Schulen der in Betrieben gebräuchlichen Computerausstattung um zwei Generationen hinterherhinkt. "Hier ist dringender Handlungsbedarf angemeldet, wenn wir unsere Schüler realistisch auf die heutige Berufswelt vorbereiten wollen. Es gibt immer weniger Berufe, die ohne Computerkenntnisse auskommen.", so die Internet-Experten des VOV.

Im Vordergrund stehen muß dabei die Benutzung der für das Medium Internet notwendigen Kompetenz. Die Medienkompetenz des Internets fängt bei der Fähigkeit der Installation von Zugangssoftware an und geht hin bis zur Bewertung verschiedener Internetinhalte. Diese Kompetenz ist wichtig für den sicheren Umgang mit dem Internet - in technischer und inhaltlicher Hinsicht. "Diese Internetkompetenz muß in vielen Fällen Schülern wie Lehrern vermittelt werden. Aber wir müssen es als Aufgabe der Politik anerkennen, diese Kompetenz in die Schulen hineinzutragen - parallel zum Aufbau der technischen Grundvoraussetzungen in den Schulen der Bundesrepublik!", so Brand weiter.

Das Internet kann nicht nur Grundlage verschiedener Fächer sein, es bringt auch völlig neue inhaltliche Möglichkeiten in viele Fächer, allen voran sprachlichen und geographischen Fächern. In vielen Fächern bringen heute schon Schülerinnen und Schüler zu Hause im Internet recherchierte Inhalte in den Unterricht ein und machen damit das Lernen aus Büchern in vielen Klassen zweitrangig. Die Betreuung könnte von den Schulen in gemeinsamen Pools von Netzlehrerinnen und Netzlehrern sichergestellt werden.

Dabei begrüßt der VOV Ankündigungen wie die der Deutschen Telekom allen Schulen einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung zu stellen, ob dies nun in einer einfachen Anbindung über das Telefon oder aber eine Standleitung über ein Funknetzwerk realisiert wird. Das Ziel darf jedoch nicht nur in der technischen Grundausstattung der Schulen gesehen werden. Weiterhin muß darauf geachtet werden, daß ein vollwertiger Internetzugang bereitgestellt wird und nicht eine Bindung an einen bestimmten Anbieter. Solch eine Bindung würde die Schulen und den Unterricht technisch und vor allen Dingen inhaltlich beeinflussen. Die Lehre in unserem Lande muß jedoch frei von äußeren Einflüssen bleiben! "Mit der Technik muß die nächste Generation auch verantwortungsvoll umgehen lernen", so der VOV abschließend.