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Presseerklärung des Virtuellen Ortsvereins der SPD vom 09.10.2000 Telekom lässt Flatrates sterbenBerlin. Die Nutzung des Internets durch möglichst viele ist Grundvoraussetzung der Entwicklung des Medienstandortes Deutschland. Diese Grundvoraussetzung sieht der Virtuelle Ortsverein der SPD (VOV) durch die Deutsche Telekom massiv behindert. "Damit behindert die Telekom die weitere Entwicklung Deutschlands in die Informationsgesellschaft", so Arne Brand, der Pressesprecher des VOV. In den letzten Wochen haben Anbieter sog. "Flatrates" ihre Angebote reihenweise eingestellt. Eine Flatrate verheißt für das Zahlen eines bestimmten Monatsbetrages unbegrenzten Aufenthalt auf der Datenautobahn. "Gerade weil man nicht mehr auf jede Minute achten musste, wurde die Erforschung der Möglichkeiten des Internet und damit die Medienkompetenz enorm gesteigert. Durch die Einstellung vieler Flatrate-Angebote fällt diese Möglichkeit nun gänzlich weg.", äußerte sich Brand. Der Grund für das Flatrate-Sterben liegt nach nahezu einhelliger Meinung bei der Deutschen Telekom: Während der Kunde an den jeweiligen Provider eine Pauschalgebühr für die monatliche Nutzung zahlte, muss der Provider an die Telekom für jede genutzte Minute zahlen - und das zu relativ hohen Minutenpreisen. "Dieses Abrechnungsmodell macht es für viele Flatrate-Anbieter wirtschaftlich unrentabel ein solches Angebot aufrecht zu erhalten. Die Telekom nutzt ihre Monopolstellung um weiterhin kräftig abzukassieren - die Dummen sind am Ende die Nutzerinnen und Nutzer.", so Brand weiter. Der VOV fordert die Telekom daher auf ihr Abrechnungsmodell umzustellen und den Providern eine angemessene pauschale Nutzung ihrer Backbones und Telefonleitungen zu nutzen. Durch die Ausnutzung ihrer Monopolstellung in gewissen Bereichen verhindert sie ansonsten einen schnellere Entwicklung der Informationsgesellschaft. Die Trennung von Telefon- und Onlinekosten wäre ein erster Schritt. "Die Telekom täte gut daran, das Internet bezahlbar zu machen - in ihrem Interesse und im Gesamtinteresse des deutschen Volkes!", so Brand abschließend. |