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Lösungsansätze zu Arbeitslosigkeit und Sozialabbau
Innerhalb des Projektes VOV-Soziales haben wir uns intensiv mit den Themenkomplexen "Reduzierung der Arbeitslosigkeit" und "Zukunft des Sozialstaats" beschäftigt. Ein Sozialstaat traditioneller bundesdeutscher Prägung ist nur aufrechtzuerhalten, wenn genügend Menschen am Erwerbsarbeitsleben teilnehmen. Alle Sozialversicherungszweige wie Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung sind an der Erwerbsarbeit orientiert.
In den letzten Jahren ist unter anderem durch den beschleunigten Strukturwandel, die Einheit Deutschlands, aber auch durch die gewachsene internationale Konkurrenz die Arbeitslosigkeit erheblich angestiegen. Die damalige Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP hat nicht auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert und übt sich - personifiziert durch Helmut Kohl - in Selbstgefälligkeit. Durch die deutlich wachsende Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren, steht unser Sozialstaat vor der größten Herausforderung seit Gründung der Bundesrepublik. Auf der einen Seite steigen die Ausgaben deutlich an, weil immer mehr Menschen durch die verfehlte Politik von Kohl & Co aus dem Erwerbsleben ausscheiden, auf der anderen Seite sinken aus dem gleichen Grund die Einnahmen der Sozialversicherungen in erschreckenden Ausmaßen.
Die SPD und der VOV stellen sich dieser Herausforderung und bieten Lösungsansätze, die dazu beitragen sollen, unser gesellschaftliches System zukunftsfähig zu halten.
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Umverteilung von Arbeit:
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Rationalisierung von Arbeitsplätzen auf der einen und steigendes Erwerbspersonenpotential
auf der anderen Seite führen dazu, daß nicht mehr für jede
Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer ein Vollzeitarbeitsplatz zur Verfügung
stehen kann. Daher halten wir eine Umverteilung der vorhandenen Arbeit
für unumgänglich. Der Abbau von Überstunden und die Förderung
von Teilzeitarbeitsplätzen ist notwendig, um eine Reduzierung der
Arbeitslosigkeit herbeizuführen. Dadurch steigt die Zahl der Personen,
die am Erwerbsleben teilnehmen, und die Krise des Sozialstaats wird durch
mehr Beitragszahler gemildert. Sozialbeiträge und Lohnnebenkosten
könnten entsprechend sinken, was die positiven Effekte auf dem Arbeitsmarkt
verstärkt. Allerdings ist bei einer erheblichen Ausweitung von Teilzeitarbeitsplätzen
auch über die soziale Sicherung der Beschäftigten nachzudenken.
Eine allgemeine Grundsicherung ist hier sicherlich ein gangbarer Weg.
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Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen:
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Für eine weitere sehr wichtige Maßnahme halten wir die Herausnahme
versicherungsfremder Leistungen aus den Sozialversicherungen. Es ist nicht
einzusehen, weshalb ausschließlich Beitragszahler zur Finanzierung
gesamtgesellschaftlicher Aufgaben herangezogen werden. Der Aufbau Ost wurde
zu einem Großteil von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten
getragen. Beamte, Selbständige und Personen, die mit ihrem Einkommen
außerhalb der Versicherungspflichtgrenzen liegen, haben sich nicht
daran beteiligt. Aus diesem Grunde setzen wir uns dafür ein, daß
versicherungsfremde Leistungen von allen getragen und durch Verbrauchssteuern
finanziert werden. Neben einer Umfinanzierung durch die Mehrwertsteuer
ist eine Finanzierung durch Energiesteuern, insbesondere durch die Mineralölsteuer
sinnvoll, weil sie den Einstieg in die ökologische Steuerreform darstellt,
Energieverbrauch verteuert und langfristig Umweltbelastungen reduziert.
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Ausweitung der Sozialversicherungspflicht:
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Ebenso sinnvoll erscheint es uns, alle Berufsgruppen, wie Beamte, Selbständige
und einen Teil derjenigen, die einem 620 DM Job nachgehen in die Sozialversicherung
einzubeziehen.
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Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit:
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Wir begrüßen die Anstrengungen einiger Kommunen, die bereits
jetzt Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Sowohl Qualifizierungsmaßnahmen
in Beschäftigungsgesellschaften als auch die Gewährung von Lohnzuschüssen
für Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger sind sinnvoll,
weil sie zum einen den Betroffenen eine Perspektive geben wieder einen
Arbeitsplatz zu erhalten und zum anderen, weil sie die durch Arbeitslosigkeit
verursachten Kosten senken und die zur Verfügung stehenden Mittel
sinnvoller einsetzen.
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Wertschöpfungssteuer:
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Desweiteren erscheint uns die starre Koppelung der Sozialbeiträge
an die Arbeit überdenkenswert. Der Finanzierung der Sozialsysteme
über eine Wertschöpfungssteuer wird in der öffentlichen
Diskussion zu wenig Beachtung geschenkt.
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Alterssicherung:
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Langfristig wird es aufgrund des demographischen Wandels notwendig sein,
die Finanzierung der Renten zu überdenken. Die steuerfinanzierte Grundsicherung,
die betriebliche Altersversorgung, die Beteiligung von Arbeitnehmern am
Kapitalstock des Unternehmens wie auch eine zusätzliche private Absicherung
sind aufgrund der wissenschaftlichen Daten zum zukünftigen Altersaufbau
unserer Gesellschaft zumindest diskussionswürdige Alternativen.
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Qualifikation, Bildung, Forschung:
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Der Wohlstand unserer Gesellschaft ist auch nur dann aufrechtzuerhalten,
wenn alle an ihr Teilhabenden auch ausreichend qualifiziert sind. Eine
gute und qualifizierte Ausbildung sichert die Arbeitsplaetze der Zukunft.
Ausgaben fuer Bildung, Wissenschaft und Forschung sind daher nicht "rausgeschmissene"
Gelder, sondern vielmehr eine Notwendigkeit, um unseren Lebensstandard
auch für zukünftige Generationen annähernd zu sichern. Gerade
auch Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien verhelfen der
Bundesrepublik den Rastplatz auf der Datenautobahn zu verlassen und sich
zumindest mit Richtgeschwindigkeit fortzubewegen. Beim Ausbau des Dienstleistungssektors
werden Wissens- und Informationsdienstleistungen eine wichtige Rolle
spielen.
Unsere Gesellschaft wird sich nur dann als zukunftsfähiges Modell
erweisen, wenn wir heute die entscheidenden Weichen stellen und nicht tatenlos
zusehen, wie die steigende Massenarbeitslosigkeit unser soziales Netz aufweicht.
Die SPD ist bereit dazu,
wenn Sie uns die Möglichkeit dazu geben. Weitere Infos speziell ueber
die Politik der SPD finden Sie hier.
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